Boundary Management - bewusst Grenzen zwischen Privat und Geschäft setzen

Da für mich Lernen etwas sehr Wichtiges ist, habe ich die Impuls-Woche der ZHAW über Arbeitspsychologie online besucht. Für mich wahnsinnig spannend und bereichernd, denn meine Gedanken, Eindrücke aus der Praxis werden immer Mal wieder mit einem Label versehen und ich lerne neue Sichtweisen dazu.

Dieses Mal erzählt ich euch was über "Boundary Management" – du kennst es nicht, dann erklär ich es dir gerne. Ist ein sehr spannendes Thema, vor allem in Zeiten von Corona. .

Kurz über Boundary Management: Gemäss der Theory von Christena E. Nippert-Eng (1995) unterscheiden sich Menschen in der Art und Weise, wie sie ihre unterschiedlichen Lebenswelten voneinander abgrenzen oder ineinander integrieren und auch vermischen.

Viele Mitarbeiter:innen wurden ins Home Office verwiesen, obwohl sie früher einen tollen, vielleicht sogar einen eigenen Arbeitsplatz im Unternehmen hatten.

Wir gehen im Boundary Management davon aus, dass es drei Typen gibt (dies ist keine abschliessende Beurteilung, dient der einfacheren Erklärung).

  • Typ 1: Arbeit und Privatleben werden strikte getrennt

  • Typ 2: Es kann manchmal Überschneidungen geben

  • Typ 3: Ob Arbeit oder Privat - keine Trennung notwendig

Diese drei Typen arbeiten und betrachten die Welt aus verschiedenen Aspekten. Wie, wann, wo und warum sie arbeiten, können unterschiedliche Faktoren sowie Antreiber haben.

Wenn Führungskräfte und Teams von diesen Gegebenheiten Gebrauch machen, dieses Wissen aktiv nutzen, sich untereinander austauschen, können Missverständnisse und Kommunikationsprobleme schon sehr früh aus der Welt geschaffen werden oder entstehen schon gar nicht. Ein zusätzlicher Mehrwert ist, dass wir toleranter im Umgang werden. Denn von Natur aus, haben wir unsere eigenen persönlichen Grenzen und diese gilt es in der digitalen Umgebung ebenso zu berücksichtigen und zu akzeptieren.

Dabei geht es um die folgenden Themengebiete inklusive Beispiele:

Zeit: Zu welchen Zeiten arbeite ich gerne und wann mache ich Pausen?

Raum: Brauche ich ein eigenes Büro zu Hause oder passt es für mich, wenn ich am Abend noch das Notebook auf dem Esszimmertisch stehen habe.

Kommunikation: Wann will ich erreichbar sein, ist nach 18.00 Uhr Feierabend oder bin ich erreichbar und wie kommuniziere ich vorzugsweise?

Verhalten: Nutze ich eine Agenda für meine privaten und geschäftlichen Termine oder trenne ich dies? Trage ich die gleiche Kleidung im Büro und Hause. Während Corona, ziehe ich mich am Morgen an und setze mich hin oder bleibe ich den ganzen Tag im Jogger.

Diese und noch mehr Fragestellung gilt es zu klären und in vielen Gesprächen herauszufinden. Denn mit der New Work Bewegung dürfen wir auch Mal über persönlichere Dinge sprechen, ein Versuch ist es wert.


Du möchtest wissen, welcher Typ du bist? Finde es hier heraus.

Für alle anderen Fragen, gerne schreiben.

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